Meißnerhaus

Haus/ Hüttenname: Meißnerhaus
Ortsgruppe: Bezirksverband Kassel
erbaut/angekauft: 7.7.1929 (Grundsteinlegung)
eingeweiht: 1931
Eigentum/ Pacht: Eigentum
Ausstattung: 120 Betten; Frauenschlafraum; Dunkelkammer; Winterraum; Skigelände;
Lage: Bei Hessisch-Lichtenau, auf dem Hohen Meißner, Seehöhe 665 Meter
Fundstellen: Bauer 1934; 70 Jahre Naturfreunde „Meißnerhaus“ 1929-1999;

Nachdem das Steinberghaus durch die Ortsgruppe Kassel erbaut war, zeigte sich schnell, dass die fast ausnahmslos kleineren Ortsgruppen des Gaues nicht in der Lage sein würden ortsgruppeneigene Naturfreundehäuser zu errichten. Man griff daher auf das Mittel der Ferienheimgenossenschaft zurück und gründete 1924 nach Thüringer Vorbild eine solche. Über den Verkauf von Anteilsscheinen sollten die nötigen Mittel zusammenkommen und im Zusammenwirken der Ortsgruppen die Arbeitsleistungen erbracht werden. Die Gauleitung fasste 1925 den Beschluss dass ein jedes Mitglied einen gewissen Betrag zu diesem Baufonds beitragen musste. Auf diese Art kam einiges an Geldern zusammen. Einen Bauplatz fand man auf dem „heiligen“ Berg der Jugendbewegung dem Hohen Meißner. Der Bauplatz lag am Frau-Holle-Teich; allerdings stellte sich schnell heraus, dass dieses Grundstück nicht bebaut werden konnte, nicht zuletzt aus Gründen des Naturschutzes. Die Behörden zeigten sich flexibel und gaben den Naturfreunden im Tausch ein anderes Baugelände am Meißner. Mit der Grundsteinlegung begann der Bau im Jahr 1929 und dank einer Baufirma konnte der Rohbau binnen kürzester Zeit realisiert werden. Mitglieder aller Ortsgruppen trugen mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit dazu bei, dass Fenster, Innenausbau und Ausstattung bis zur Einweihung im Sommer 1931 fertiggestellt waren.